Beleuchtung kann eine Museumsausstellung machen oder brechen — für Besucher wie für die Exponate. Diese fünf erprobten Tipps stammen aus Vitrinenprojekten für Stadtmuseen und Kulturhallen.
1. Halten Sie das Lux-Budget ein
Konservierungsrichtlinien begrenzen die kumulative Belichtung: rund 50 lux für empfindliche Materialien wie Textilien und Papier, 150–200 lux für robustere Objekte. Planen Sie bis zur Grenze, nicht darüber — heller ist nicht besser, wenn die Leihdauer neun Monate beträgt.
2. Filtern Sie UV an der Quelle
Auch LED-Quellen emittieren einen kleinen UV-Anteil. Fordern Sie UV-filterndes Glas oder Folien und lassen Sie sich die Abschottungsquote schriftlich geben — praktisches Ziel sind über 97 %. Der Filter schützt das Exponat auch dann, wenn später eine nicht konforme Lampe eingesetzt wird.
3. Zielen Sie mit Abstrahlwinkeln, nicht mit Helligkeit
Schmalstrahl-Spots (24–36°) modellieren kleine Objekte; breite Fluter (60°+) belichten große Stücke gleichmäßig. Gemischte Abstrahlwinkel lassen eine Lichtschiene eine ganze Vitrine bedienen — und vermeiden den „Spot-Raster“-Look, der Inszenierungen flach macht.
4. Verstecken Sie die Quellen
Sichtbare Lampen lenken den Blick von den Exponaten ab. Verstecken Sie Streifen in Lichtvouten, Lichtleiterbündel hinter Rahmen und Spots über dem Simsbrett. Der Wartungszugang bleibt real: Jede Quelle sollte erreichbar sein, ohne die dichte Hülle zu öffnen.
5. Planen Sie die Wartung ab Tag eins
Fragen Sie, wo das Vorschaltgerät sitzt, wie ein Streifen getauscht wird und ob die Beleuchtungsstärke je Boden regelbar ist. Die beste Vitrinenbeleuchtung lässt sich von einem Museumstechniker in zehn Minuten warten — ohne bereitzstehenden Konservator.
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